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Die Geschichte der Reederei Adler-Schiffe

Als die „Adler“ schwimmen lernten

Vom Fischkutter zum Adler. Am 1. Mai 1950 gründete Kurt Paulsen die Reederei Adler-Schiffe. Zu Pfingsten nahm er zum ersten Mal Gäste an Bord. Die Tour Nordstrand-Nordstrandischmoor gilt als Jungfernfahrt der Reederei Adler-Schiffe. Die Ausflüge mit den ersten Nachkriegstouristen auf dem Fischkutter nahmen von da an Fahrt auf. 

© Adler-Schiffe
Der erste „Adler“ der Flotte

1956 heirateten Kurt & Christa Paulsen. Die aufeinander eingespielten Unternehmer bauten mit Mut und Fleiß ein florierendes Geschäft auf. Nicht nur auf dem Wasser wuchs im Laufe der Jahre die Flotte, auch die Familie bekam großen Zuwachs. 6 Kinder machten die „Familienflotte“ komplett. 

1961 wurde das erste 50-Personen-Passagierschiffe „Adler“ gebaut. Weitere Ausflugsschiffe folgten und der Name „Adler“ wurde zum Markenzeichen der Insel- und Halligreederei. 

1975-1980: Bau fünf neuer Adler-Schiffe mit Kapazitäten von 200 bis 369 Fahrgästen. Das Duty-Free-Geschäft ab Nordstrand und Sylt nahm Fahrt auf. Auch die legendären „Butterfahrten“ ab Hörnum/Sylt fanden 1975 ihren Ursprung.

1980 übernahm die Reederei eine Fährlinie über den Nord-Ostsee-Kanal und baute zudem das Geschäft durch die Häfen in List auf Sylt und Hörnum/Sylt aus.

1984 wurden die Fahrten zu den Inseln und Halligen verankert. Regelmäßig fanden nun Touren von Hörnum/Sylt nach Amrum, Föhr und zu den Halligen Hooge und Langeneß statt.

„Adler II“

1986 übergab Reederei-Kapitän Kurt Paulsen das Steuerrad an seinen Sohn Sven, der bis zum heutigen Tag erfolgreicher Steuermann des fusionierenden Familienunternehmens ist. 

1992 wurde das Gebiet der Adler-Schiffe auf Mecklenburg-Vorpommern erweitert und die Insel Usedom mit den Seebädern Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck zählten von da an zum festen Bestandteil des touristischen Angebots. Nach und nach entstand auch hier eine beachtliche Flotte: „Adler XI“, „Adler-Clipper, „Adler-Pomerania, „Adler-Polonia“, „Adler-Vineta“, „Adler-Germania“, Adler-Baltica, „Adler-Dania und sogar ein kleiner Eisbrecher/Schlepper „Adler-Pola.

1993 ging es dann mit Highspeed durchs Wattenmeer. Die MS „Adler-Express", die auch heute noch Jahr für Jahr tatkräftig im Einsatz ist, wurde als Deutschlands schnellstes Einrumpffahrgastschiff in Betrieb genommen.

1996 wurde die Verbindung zwischen Altwarp und Neuwarp/Polen eröffnet.

1999 bekam die Reederei wunderschönen Zuwachs aus Holland: einen originalen Seitenraddampfer (Baujahr 1905). Der heutige Raddampfer „Freya“ wurde damals in List auf Sylt eingesetzt und entzückt heute die Landeshauptstadt Kiel mit seiner Schönheit. 

© Jens Frank

1999-2001 setzte die Reederei zwei „Boeing Jetfoil" High-Speed Schiffe zwischen West Palm Beach/Florida und Freeport/Bahama ein. 

2004 stellte man mit dem Eintritt Polens in die EU das Duty-Free-Geschäft ein. Das führte zu geringerem Fahrgastaufkommen und zum Verkauf, zur Vercharterung sowie zur Stilllegung einiger Schiffe. 

2010 gingen vier Fahrgastschiffe der Reederei Clermont in Wismar in den Besitz der Reederei Adler-Schiffe über. Hafenrundfahrten in Wismar und Fahrten zur Insel Poel erweiterten das Angebot. 

2011 wurde die Flotte durch das Schmuckstück die Motoryacht „Merkur II“ bereichert. Diese wurde von der HSH Nordbank übernommen. 

2011-2013 bot die Adler-Reederei täglich Binnen- und Außenfahrten im Husumer Hafen an.

2012 eröffnete das Kieler Büro der Reederei Adler-Schiffe.

2013 bekam die Flotte erneuten Zuwachs auf der Insel Rügen. Die Fahrgastschiffe MS „Cap Arkona“ und MS „Binz“ ermöglichen bis heute Fahrten zum Kreidefelsen und Kap Arkona. Die Schiffe stammen aus der Übernahme der Reederei Ostsee-Tour. Das Büro in Sassnitz wurde im gleichen Jahr eröffnet.

2014  wurde das ehemalige Fährschiff „Adler Dania“ aufwendig modernisiert. Nach einer Investition von rund 2 Millionen Euro ist die MS „KOI“ seit Mitte des Jahres als hochmodernes Eventschiff auf Nord- und Ostsee unterwegs und bietet eine ungewöhnliche und flexibel einsetzbare Veranstaltungslocation.

2015 verkaufte die Reederei das Tragflächenboot „Bosman Express“ an die Stettiner Firma Euroship Service. Am 27. März verstarb der Gründer Kurt Paulsen auf Nordstrand.